From patentrecherche
Guides patent research on inventive step (non-obviousness) using the Problem-Solution-Approach (PSA) under EPO/DPMA law. Checks deadlines, jurisdiction, and provides a risk traffic light.
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/patentrecherche:erfinderische-taetigkeit-freedom-to-ki-patentThe summary Claude sees in its skill listing — used to decide when to auto-load this skill
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
Aus den Recherche-Treffern wird eine Entgegenhaltung als nächstliegender Stand der Technik bestimmt. Kriterien:
Wenn mehrere Entgegenhaltungen in Frage kommen: zur Plausibilitätskontrolle den PSA für jede durchgehen — wenn ausgehend von einer der Anspruch naheliegend ist, fehlt die erfinderische Tätigkeit (EPA-Praxis: T 967/97, T 21/08).
Differenz zwischen Anspruch und nächstliegendem Stand der Technik bilden — die unterscheidenden Merkmale. Aus diesen unterscheidenden Merkmalen wird die technische Wirkung abgeleitet und als "objektive technische Aufgabe" formuliert:
Wie kann der nächstliegende Stand der Technik so weiterentwickelt werden, dass [technische Wirkung]?
Wichtig: Die Aufgabe wird objektiv aus der Erfindung heraus formuliert — nicht aus der Mandanten-Erzählung. Wenn die Mandantin ein Problem nennt, das der nächstliegende Stand der Technik schon löst, ist es nicht die objektive Aufgabe. Verbot der rückschauenden Betrachtung (ex-post-facto-Argumentation, T 24/81).
Hätte der Fachmann am Anmeldetag / Prioritätstag — ausgehend vom nächstliegenden Stand der Technik — die objektive Aufgabe so gelöst, wie der Anspruch sie löst?
Nicht: könnte (could). Sondern: würde (would). Der Fachmann muss eine Motivation gehabt haben, die anderen Entgegenhaltungen heranzuziehen, mit Erwartung auf Erfolg.
Die Frage hat zwei Teilaspekte:
stand-der-technik-recherche einlesenMit Recherchezeichen (X, Y, A, P, E). Y-Treffer sind die wichtigsten für die erfinderische Tätigkeit.
Begründete Auswahl mit Erklärung, warum dieser Treffer am nächsten liegt (technisches Gebiet, gemeinsame Merkmale).
Tabelle der unterscheidenden Merkmale gegenüber dem Closest-Prior-Art-Dokument. Beispiel:
| Merkmal | im CPA offenbart? | Unterscheidend? |
|---|---|---|
| M1 — Energieversorgungsnetz | ja | nein |
| M2 — Steuergerät | ja | nein |
| M3 — Speicher für Lastdaten | ja | nein |
| M4 — Soll-Lastpfad über Prognosemodell | ja (linear) | teilweise |
| M5 — Eingriff bei Abweichung | ja | nein |
| M6 — Neuronales Netz mit drei Schichten | nein | ja |
"Was bringt M6?" — z. B.: bessere Vorhersagegenauigkeit bei nicht-linearen Lastprofilen, robuster gegenüber Lastspitzen, Stabilität ohne manuelle Parameter-Tuning.
Wie kann das Lastmanagement-System aus EP 3 456 789 A1 so weiterentwickelt werden, dass bei nicht-linearen Lastprofilen eine genauere Prognose erzeugt wird?
Recherche-Treffer durchgehen — gibt es eine Entgegenhaltung, die neuronale Netze für Lastprognose lehrt? Wenn ja:
→ Ergebnis: Der Fachmann hätte ausgehend von EP 3 456 789 A1 mit Anregung aus WO 2017/123 mit Erwartung auf Erfolg den Weg von Anspruch 1 beschritten. Erfinderische Tätigkeit fraglich, Anspruch sollte engerer gefasst werden (z. B. Spezifikum des Trainingsverfahrens, Kombination mit weiteren Merkmalen).
Oder, wenn keine Anregung besteht: Erfinderische Tätigkeit liegt vor.
Wenn die Could-Would-Prüfung nahelegend ausfällt, aber dennoch Zweifel bestehen — Sekundärindizien einsetzen (EPA-Beschwerdekammern: Vorsicht, Sekundärindizien dürfen die Hauptprüfung nicht ersetzen, T 1212/01):
Hinweis zur Prüfung. Diese Prüfung der erfinderischen Tätigkeit ist eine KI-gestützte Vorprüfung und keine amtliche Prüfung durch DPMA oder EPA. Der Problem-Solution-Approach ist methodisch sensibel — die Auswahl des nächstliegenden Stands der Technik kann die Bewertung entscheidend verschieben. Die Prüfung muss durch eigene Bewertung und durch Prüfung der Recherche-Vollständigkeit abgesichert werden.
Bevor der Problem-Solution-Approach angewendet wird, klaere:
EPA, Technische Beschwerdekammer, T 21/81 (Unerwarteter technischer Effekt): Ein unerwarteter technischer Effekt, der über das aus dem Stand der Technik Vorhersehbare hinausgeht, ist ein Indiz für erfinderische Taetigkeit; er muss im Anspruch oder in der Beschreibung hinreichend offenbart sein.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
npx claudepluginhub klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --plugin patentrechercheAnalyzes patent novelty and inventive step under German and European patent law. Checks deadlines, formalities, jurisdiction, and provides immediate risk assessment with prioritized actions.
Prüft Erfindungseingänge auf Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.
Entry skill for patent law deadline check, jurisdiction, procedure, and immediate measures. Provides timeline with evidence matrix and objection list.