Umwandlungssteuerrecht Buchwertantrag steuerliche Rückwirkung und Verlustuntergang prüfen: Anwendungsfall Corporate-Team und Steuerteam müssen umwandlungssteuerliche Strukturentscheidung abstimmen
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BRAO, BORA, FAO, BNotO, StBerG, WPO, PAO; AO Paragraf 38, 42, 90, 93, 153, 162, 164, 169-171, 173, 233a, 370-378, UStG, EStG, KStG, GewStG, GrEStG, ErbStG, FGO; UmwG; UmwStG; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fokus: Umwandlungssteuerrecht Buchwertantrag steuerliche Rückwirkung und Verlustuntergang prüfen: Anwendungsfall Corporate-Team und Steuerteam müssen umwandlungssteuerliche Strukturentscheidung abstimmen. Paragraf 20-24 UmwStG Einbringung, Paragraf 8c KStG Verlustuntergang, Paragraf 6a GrEStG Grunderwerbsteuer-Ergaenzungstatbestand. Prüfraster Buchwertantrag-Voraussetzungen, steuerliche Rückwirkung Siebenmonatsfrist, Paragraf 8c KStG Schaedlichkeitsprüfung, GrESt-Befreiung und Nachbehaltefristen. Output Steuerliche Strukturmatrix mit Buchwertantrag und Risikobewertung. Abgrenzung zu Umwandlungsrecht für gesellschaftsrechtliche Seite und zu Transaktionsstruktur.
Umwandlungssteuerrecht
Fachlicher Kern — Gesellschaftsrecht und Corporate Law
- Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel
Umwandlungssteuerrecht und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- Normenradar: GmbHG Paragraf 3, 5, 13, 15, 16, 30, 34, 35, 40, 43, 46, 47, 49 ff.; AktG Paragraf 76, 93, 111, 119, 130, 243 ff.; HGB Paragraf 105 ff., 161 ff.; MoPeG/GesRÄndG-Folgen; UmwG; FamFG/Registerrecht; GWB/Fusionskontrolle bei Transaktionen.
- Arbeitsmodus: Erst Gesellschaftsform, Organ, Beschlussweg, Vertretung, Registerlage, wirtschaftliches Ziel und Minderheitenposition sortieren; dann Treuepflicht, Kapitalerhaltung, Haftung, Transaktions-Closing und Beweis-/Vollzugsrisiko prüfen.
- Outputpflicht: Beschluss-/Listenmatrix, Register-To-do, Board-/Beiratsvorlage, Closing-CP-Liste, Treuepflicht-Red-Team, Geschäftsführerhaftungsmemo oder Mandanten-Decision-Paper.
- Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
Fachkern: Umwandlungssteuerrecht
- Prüfachse: Ordne den konkreten Auftrag nach Gesellschaftsform, Dokument, Entscheidungsträger, Form, Frist, Beleg und Rechtsfolge; Spezialnormen nur nennen, wenn sie den Fall tragen.
- Entscheidende Weiche: Trenne Sachverhalt, Zuständigkeit, Zustimmung, Haftung, Vollzug und taktischen nächsten Schritt.
- Arbeitsprodukt: Liefere eine verwertbare Matrix mit
Tatsache / Norm / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt und bei Bedarf einen ausformulierten Textbaustein.
Wann wird dieser Skill aufgerufen
Typische Auslöser:
- "Ich habe hier Umwandlungssteuerrecht und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
- "Bitte prüfe das für ein M&A-Mandat aus Sicht von Buy-side, Sell-side oder Target."
- "Mach daraus eine Partner-/Mandantenunterlage mit Risiken, Annahmen und offenen Punkten."
- "Welche Dokumente, Registerauszüge, Freigaben oder Fristen fehlen noch?"
Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst das Mandat selbst angelegt, die Deal-Phase bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-kommandocenter oder /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-deal-intake. Wenn der Nutzer ausdrücklich nur eine kurze Sprachfassung, Übersetzung oder E-Mail will, arbeite knapp und route nicht in einen Deep-Dive.
Voraussetzungen und Kontext laden
Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter ~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/grosskanzlei-corporate-ma/mandate/<slug>/: mandat.md, history.md, chronologie.md, fristen.yaml und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Rolle der Kanzlei, Deal-Typ, Zielgesellschaft, Käufer/Verkäufer, Jurisdiktionen, Signing-/Closing-Zeitplan, Vertraulichkeitsstufe und gewünschtes Output-Format.
Benötigte Unterlagen:
- 13-Wochen-Liquiditätsplanung, Insolvenzreife-Check und Fortbestehensprognose.
- Asset-/Share-Deal-Struktur, Insolvenzverwalter- oder Eigenverwaltungsrolle.
- Anfechtungs-, Haftungs-, Steuer- und Closing-Sicherungsfragen.
Arbeite mit diesen Variablen: deal_name, rolle, deal_phase, target, gegenpartei, jurisdiktionen, frist_oder_closing, materiality_threshold, owner, source_tag.
Workflow
- Deal-Kontext fixieren. Bestimme Rolle, Phase, Transaktionsstruktur, Zielgesellschaft und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Phase fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit
[Annahme - prüfen] weiter.
- Quellen inventarisieren. Liste alle Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Datenraum-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als
[Mandant], öffentliche Register als [Register], Gerichts-/Behördenquellen als [Primärquelle] und Modellwissen als [Modellwissen - prüfen].
- Rechts- und Workstream-Schnittstellen trennen. Ordne Punkte in Corporate, Commercial, Tax, Regulatory, Finance, IP/IT, HR, Litigation, Real Estate, ESG und PMO. Vermische DD-Finding, Vertragsfolge und Closing-Aufgabe nicht in einem Satz.
- Materiality-Schwelle setzen. Übernimm Schwellen aus LOI, SPA, DD-Scope oder Kanzlei-Playbook. Fehlt sie, schlage eine vorläufige qualitative Ampel vor: Dealbreaker, Price/Indemnity, Signing/Closing Condition, Disclosure-only, Housekeeping.
- Normenprüfung durchführen. Prüfe die unten genannten Normgruppen nicht abstrakt, sondern bezogen auf den konkreten Deal-Schritt: Wirksamkeit, Zustimmung, Vollzugshindernis, Haftung, Offenlegung, Frist, Beweisquelle.
- Belegkette bauen. Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn ein Registerauszug, eine BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht ausdrücklich
[zu verifizieren].
- Risikomatrix erstellen. Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, wirtschaftliche Auswirkung, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
- Draft oder Review-Gate wählen. Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder ein Senior-Review-Memo mit genau den offenen Entscheidungen.
- Hand-off vorbereiten. Überführe Findings in Datenraum-Q&A, SPA-Markup, CP-Tracker, Board Paper, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
- Abschlusskontrolle. Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.
Prüfraster im Gutachtenstil
Obersatz: Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Deal-Schritt rechtlich tragfähig, praktisch vollziehbar und für die gewählte Mandatsseite taktisch sinnvoll ist.
1. Mandats- und Rollenrahmen. Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird. Maßgeblich sind Mandatsvereinbarung, Konfliktprüfung und Vertraulichkeitsrahmen. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.
2. Wirksamkeit und Corporate Authority. Bei Anteils- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:
- InsO Paragraf 15a, 17, 18, 19, 129 ff., 270 ff. für Insolvenzreife, Antragspflicht und Anfechtung.
- StaRUG Paragraf 1, 9 ff. und 49 ff. für Früherkennung, Plan und Stabilisierung.
- BGB Paragraf 134, 138, 280, 311 Abs. 2 und 826 für Haftungs- und Sittenwidrigkeitsfragen.
- UmwStG Paragraf 20 bis 24 und Paragraf 8c KStG nur mit Steuerteam verifizieren.
3. Organ- und Zuständigkeitsprüfung. Nur wenn der konkrete Arbeitsschritt eine Organentscheidung vorbereitet, Zuständigkeit, Zustimmungsvorbehalte, Interessenkonflikte, Informationsgrundlage und Dokumentation prüfen. Der fachlich passende Haftungs- oder Board-Paper-Skill liefert die dafür einschlägige Rechtsprechung; ARAG/Garmenbeck ist kein Universalanker.
4. Register- und Gesellschafterlistenlogik. Nur bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder streitiger Legitimation Paragraf 16 und 40 GmbHG sowie Registerstand und materielle Berechtigung getrennt prüfen. Ohne solche Title- oder Legitimationsfrage diesen Prüfstrang auslassen.
5. Regulatory und Vollzugshindernisse. Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, lautet der Zwischensatz nicht nur „Risiko“, sondern: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Closing Condition? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld- oder Nichtigkeitsfolge?
6. Subsumtion. Subsumtion erfolgt dokumentennah: Jede rechtliche Annahme bekommt eine Tatsachenquelle. Beispiel: Paragraf 15 GmbHG notarielle Form erfüllt? nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. Paragraf 41 GWB Vollzug gesperrt? nur bejahen, wenn Zusammenschluss, Schwellen und fehlende Freigabe geprüft sind.
Zwischenergebnis: Das Ergebnis ist als Ampel zu formulieren: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet in M&A regelmäßig: nicht signen, nicht closen, nicht offenlegen oder nicht extern versenden, bevor Partner/Spezialist freigegeben hat.
Output-Module
- Deal-Vermerk: Executive Summary, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
- Issue List: Tabelle mit Finding, Quelle, Risiko, Vertragsfolge, Preis-/Indemnity-Folge, Owner, Deadline.
- Information Request: präzise Fragen an Mandant, Gegenseite oder Datenraum-Team, jeweils mit Grund und Priorität.
- Drafting-Anschluss: Klauselvorschlag, Markup-Kommentar, Disclosure-Punkt, CP-Formulierung oder Board-Paper-Abschnitt.
- Matter-Update: kurzer Eintrag für
history.md und ggf. Frist-/Owner-Eintrag für fristen.yaml.
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Quellen und Zitierregel
Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf dejure.org, openjur.de, bundesgerichtshof.de, bundesverfassungsgericht.de, curia.europa.eu oder eur-lex.europa.eu. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: [Mandant], [Register], [BGH-Datenbank], [dejure.org], [EUR-Lex], [Web-Recherche - prüfen], [Modellwissen - prüfen].
Hand-Off zu anderen Skills
Nach diesem Skill weiter mit:
/grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-distressed-ma - wenn Krise, Antragspflicht, Anfechtung oder Liquiditätsplanung entscheidend werden.
/grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-restructuring-starug-insolvenzplan - wenn Krise, Antragspflicht, Anfechtung oder Liquiditätsplanung entscheidend werden.
/grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-signing-closing-conditions - wenn CPs, Closing Deliverables oder Signing Pack koordiniert werden.
Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Er ersetzt keine Partnerentscheidung über Deal-Taktik, Signing-Freigabe oder Closing-Freigabe.
- Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
- Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
- Er vermischt nicht DD-Finding, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
- Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
- Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.
Berufsrechtliche Hinweise
Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach Paragraf 43a BRAO und Paragraf 3 BORA, Verschwiegenheit nach Paragraf 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach Paragraf 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.
Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden
Umwandlungssteuerrecht
Triage — klaere mit Steuerteam vor Strukturentscheidung
- Soll die Umwandlung zu Buchwerten erfolgen — Paragraf 11, 13 UmwStG (Verschmelzung), Paragraf 15, 20 UmwStG (Spaltung/Einbringung)? Antrag erforderlich?
- Ist die steuerliche Rueckwirkungsfrist einzuhalten — Paragraf 2 Abs. 1 UmwStG: maximal 12 Monate vor Anmeldung beim HR?
- Gibt es steuerliche Verlustvortraege — Paragraf 8c KStG Verlustuntergang bei mehr als 50 % Anteilserwerb in 5 Jahren; Sanierungsklausel Paragraf 8c Abs. 1a KStG anwendbar?
- Ist der Grunderwerbsteuer-Ergaenzungstatbestand ausgeloct — Paragraf 1 Abs. 2a, 2b GrEStG: 90 % Anteilsuebergang an grundbesitzender Gesellschaft = GrESt-Pflicht?
- Welche Sperrfristen sind zu beachten — Paragraf 22 UmwStG: 7 Jahre nach Einbringung kein schaedlicher Anteilsverkauf (sonst rueckwirkende Entstrickung)?
- Gibt es Organschaft (Paragraf 14-19 KStG) — koennte Umwandlung Organschaft beenden?
Zentrale Rechtsgrundlagen
- Paragraf 11-13 UmwStG — Verschmelzung: Ansatz Buchwert/Zwischenwert/gemeiner Wert; Antrag für Buchwert beim Finanzamt; spaetestens mit Einreichung Steuererklarung
- Paragraf 15, 16 UmwStG — Spaltung: Teilbetriebsvoraussetzung für Buchwertansatz; Ausschlussfrist
- Paragraf 20-24 UmwStG — Einbringung: Einzeluebertragung oder Ausgliederung gegen Anteile; Buchwert nur wenn qualifizierter Teilbetrieb; Sperrfrist 7 Jahre
- Paragraf 22 UmwStG — Sperrfrist-Verletzung: rueckwirkende Entstrickung; Einbringungsgewinn I/II
- Paragraf 8c KStG — Verlustuntergang: mehr als 50 % Anteilsuebergang (schaedlicher Beteiligungserwerb) in 5 Jahren fuehrt zum vollstaendigen Verlustuntergang; Ausnahmen: Konzernklausel, stille-Reserven-Klausel, Sanierungsklausel
- Paragraf 1 Abs. 2a, 2b GrEStG — Grunderwerbsteuer-Ergaenzungstatbestand: 90 % Anteilsuebergang an grundbesitzender Gesellschaft loest GrESt aus; Steuersatz je nach Bundesland 3,5-6,5 %
- Paragraf 3a EStG — steuerfreier Sanierungsertrag bei Forderungsverzicht im Sanierungsplan; Voraussetzungen: Sanierungsabsicht, Sanierungseignung, Sanierungsbeitraege aller Gläubiger
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und frei prüfbarer Quelle verwenden.
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Zielstruktur mit Corporate-Team abstimmen: welche Umwandlungsform (Verschmelzung, Ausgliederung, Formwechsel) ist beabsichtigt?
- Verlustvortraege kartieren: Paragraf 8c KStG-Prüfung — bisherige Anteilsuebertragungen der letzten 5 Jahre; Schwellenwerte berechnen; Sanierungsklausel prüfen
- Buchwert-Antrag planen: Antrag beim zuständigen Finanzamt; Frist (Paragraf 11 Abs. 1, 20 Abs. 2 UmwStG); ohne Antrag: gemeiner Wert = stille Reserven werden aufgedeckt
- Rueckwirkungsfristen einhalten: steuerlicher Abschlussstichtag bestimmen; maximal 12 Monate rueckwirkend (Paragraf 2 Abs. 1 UmwStG); HR-Anmeldung als Fristbeginn
- Grunderwerbsteuer prüfen: grundbesitzende Gesellschaft? Paragraf 1 Abs. 2a, 2b GrEStG Schwelle 90 %? Steuersatz; Steuerbefreiung Konzernklausel Paragraf 6a GrEStG?
- Sperrfrist-Management: nach Einbringung nach Paragraf 20 UmwStG keine schaedliche Veraeusserung für 7 Jahre; Paragraf 22 UmwStG Monitoring einrichten
- Organschaft-Auswirkungen: Umwandlung koennte Organschaft beenden; Verlustausgleich und Ergebnisabfuehrungsvertrag prüfen
- Steuer-Rueckstellung und Haftungsrisiken im SPA adressieren: Tax Warranties, Tax Indemnity, Steuer-Freistellungsklausel
Entscheidungsbaum
- Verlustvortraege vorhanden + mehr als 50 % Anteilserwerb → Paragraf 8c KStG → Verlustuntergang → Sanierungsklausel prufen?
- Einbringung ohne Teilbetrieb → Paragraf 20 UmwStG Buchwert nicht möglich → stille Reserven aufzudecken → Steuerbelastung
- GrEStG Paragraf 1 Abs. 2a/2b → 90 % Schwelle → GrESt-Pflicht → Konzernklausel Paragraf 6a GrEStG greifen?
- Sperrfrist-Verletzung → Einbringungsgewinn I oder II → rueckwirkende Steuer bis zu 7 Jahre
Output-Template: Steuerliche Strukturmatrix
Adressat: Steuerteam und Corporate-Team — Tonfall sachlich-analytisch
STEUERLICHE STRUKTURMATRIX
Deal: [DEALNAME] — Datum: [DATUM]
| Aspekt | Analyse | Risiko | Massnahme |
|--------|---------|--------|-----------|
| Paragraf 8c KStG Verlustuntergang | [Anteil X % in Y Jahren] | [Hoch/Mittel/Gering] | [Antrag/Gestaltung] |
| Buchwertansatz UmwStG | [Antrag moeglich/nicht moeglich] | [Entstrickung] | [Antragstellung bis DATUM] |
| GrESt-Ergaenzungstatbestand | [90 % Schwelle erreicht/nicht] | [GrESt X EUR] | [Konzernklausel] |
| Sperrfrist Paragraf 22 UmwStG | [7-Jahres-Frist bis DATUM] | [Einbringungsgewinn] | [Monitoring] |
| Organschaft | [Besteht/Endet durch Umwandlung] | [EAV-Kündigung] | [...] |
Offene Fragen an Steuerteam: [konkrete Frage] — Verantwortlich: [Name] — Frist: [Datum]
Rote Schwellen
- Steuerliche Annahme ungeprüft: sofortiger Abstimmungsbedarf mit Steuerteam vor Signing
- Buchwertantrag vergessen: stille Reserven werden aufgedeckt; Steuerlast kann Transaktion gefaehrden
- Paragraf 8c KStG Verlustuntergang nicht erkannt: erhebliche steuerliche Belastung des Kaeufers
- Sperrfrist-Verletzung: Einbringungsgewinn I/II; rueckwirkende Entstrickungssteuer
Standardausgabe
- Steuerliche Strukturmatrix mit Risikobewertung
- Offene Punkte mit verantwortlicher Person, Frist und Eskalationsstufe
- Belegkette: Normen, BFH-Urteile, Finanzamts-Korrespondenz
Übergabe an andere Skills
- Umwandlungsrecht →
grosskanzlei-corporate-ma-umwandlungsrecht
- Transaktionsstruktur →
grosskanzlei-corporate-ma-transaktionsstruktur
- Insolvenzreife →
grosskanzlei-ma-insolvenzreife
Vorlagen
- assets/templates/steuerliche-strukturmatrix.md
- assets/templates/umwandlungssteuer-checkliste.md