From Krisenfrüherkennung und StaRUG-Management
Wenn es um Dokumentationspflicht und Protokollierung — Beweissicherung für Haftungsprozesse in Krisenfrüherkennung und StaRUG-Management geht: ordnet Akteninhalt, Belege, Lücken und Nachforderungen; liefert eine Beweislast- und Substantiierungsmatrix.
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Krisenprotokollierung der Geschäftsführung für Haftungsschutz: GmbH-Geschäftsführer oder AG-Vorstand will Entscheidungen in der Krise dokumentieren. Normen: § 43 GmbHG (Sorgfaltspflicht und Haftung), § 93 Abs. 2 S. 2 AktG (Beweislastumkehr), Business Judgment Rule. Prüfraster: Krisenprotokoll-Templates, Sitzungsvorlagen, Schriftformerfordernis, Beweissicherung für spaetere Haftungsprozesse. Out...
Krisenprotokollierung der Geschäftsführung für Haftungsschutz: GmbH-Geschäftsführer oder AG-Vorstand will Entscheidungen in der Krise dokumentieren. Normen: § 43 GmbHG (Sorgfaltspflicht und Haftung), § 93 Abs. 2 S. 2 AktG (Beweislastumkehr), Business Judgment Rule. Prüfraster: Krisenprotokoll-Templates, Sitzungsvorlagen, Schriftformerfordernis, Beweissicherung für spaetere Haftungsprozesse. Output Krisenprotokoll-Vorlage, Sitzungsprotokoll-Template, Dokumentations-Checkliste. Abgrenzung: GF-Haftung in der Krise detail siehe gf-haftung-paragraph-43-gmbhg-und-paragraph-93-aktg; Insolvenzantragspflicht siehe insolvenzantragspflicht-paragraph-15a-inso-und-drei-wochen-frist. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.
In der Krise entscheidet oft nicht das Handeln über die Haftung, sondern der Beweis des Handelns. § 93 Abs. 2 S. 2 AktG (analog für GmbH-GF) kehrt die Beweislast um: Der Geschäftsführer muss beweisen, dass er sorgfältig gehandelt hat. Ohne Protokolle, ohne Beschlüsse, ohne Dokumentation ist dieser Beweis nicht zu führen. Krisenprotokollierung ist deshalb keine Bürokratie, sondern aktives Haftungsmanagement. Das Heft des Handelns beginnt mit dem Griffel.
Ebene 1 — Routinedokumentation (dauerhaft):
Ebene 2 — Ereignisbezogene Dokumentation:
Ebene 3 — Entscheidungsdokumentation:
Formprüfung statt Pauschalregel:
Aufbewahrungsmatrix:
Im Haftungsprozess — sei es der Insolvenzverwalter gegen den GF oder ein geschädigter Gläubiger — werden folgende Fragen gestellt:
Beweismittel im Haftungsprozess:
PROTOKOLL — GESCHÄFTSFÜHRERSITZUNG
Gesellschaft: [Firma GmbH]
Datum: [TT.MM.JJJJ]
Uhrzeit: [HH:MM] bis [HH:MM]
Ort: [Ort / Videokonferenz]
Anwesend: [Name GF 1], [Name GF 2]
Protokollführer: [Name]
TAGESORDNUNG:
TOP 1: Wirtschaftliche Lage / KPI-Review
TOP 2: Maßnahmenstand
TOP 3: Eskalation und Information Gesellschafter
TOP 4: Sonstiges
PROTOKOLL:
TOP 1 — Wirtschaftliche Lage / KPI-Review
Präsentiert von: [Name]
Liquiditätsreichweite: [x] Monate (Ampel: [GRÜN/GELB/ROT])
EBITDA-Coverage: [x,xx]x (Ampel: [GRÜN/GELB/ROT])
Net-Debt/EBITDA: [x,xx]x (Ampel: [GRÜN/GELB/ROT])
Covenant-Headroom: [x] % (Ampel: [GRÜN/GELB/ROT])
Gesamtampel: [GRÜN/GELB/ROT]
Besondere Entwicklungen:
[Beschreibung von Abweichungen und Ursachen]
TOP 2 — Maßnahmenstand
Laufende Maßnahmen:
1. [Maßnahme] — Stand: [Beschreibung] — Verantwortlich: [Name] — Frist: [Datum]
2. [Maßnahme] — Stand: [Beschreibung] — Verantwortlich: [Name] — Frist: [Datum]
Neu beschlossen:
[Maßnahmenbeschluss]
Einstimmig / mit [x/y] Stimmen angenommen.
TOP 3 — Eskalation und Information
Gesellschafter informiert am: [Datum] / Nächste Info geplant: [Datum]
AR informiert am: [Datum] / Nicht anwendbar
Berater (StB/RA): [Name, Funktion] informiert am [Datum]
Beschluss: [Eskalationsmaßnahme falls erforderlich]
TOP 4 — Sonstiges
[Sonstige Punkte]
NÄCHSTE SITZUNG: [Datum, Uhrzeit]
[Ort], [Datum]
Unterschriften:
______________________ ______________________
[GF 1] [GF 2]
KRISENPROTOKOLL — ERSTERKENNTNIS BESTANDSGEFÄHRDUNG
Gesellschaft: [Firma GmbH]
Datum der Ersterkenntnis: [TT.MM.JJJJ, HH:MM Uhr]
Erstellt von: [Name, Funktion]
1. ERKANNTE SITUATION
[Präzise Beschreibung: was wurde erkannt, auf Basis welcher Informationen?]
Quelle: [ ] BWA [ ] Bankgespräch [ ] Beraterhinweis [ ] Eigene Analyse
2. RECHTLICHE EINSCHÄTZUNG
[ ] Bestandsgefährdende Entwicklung (§ 1 StaRUG)
[ ] Drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO)
[ ] Überschuldungsrisiko (§ 19 InsO)
[ ] Eingetretene Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) → § 15a InsO!
Begründung: [___]
3. UNMITTELBARE MAßNAHMEN (innerhalb 24-72 Stunden)
[ ] Berater eingeschaltet: [Name, Datum]
[ ] Gesellschafter informiert: [Datum]
[ ] Liquiditätsplan aktualisiert: [Datum]
[ ] KPI-Ampel aktualisiert: [Datum]
[ ] Eskalationsprotokoll erstellt: [Datum]
4. ZAHLUNGEN NACH ERKENNTNISZEITPUNKT
Zahlungen geleistet nach [Datum]:
[Beschreibung, Betrag, Empfänger, Rechtfertigungsgrund]
Unterschriften aller GF: _________________________ Datum: ____________
GEDÄCHTNISPROTOKOLL — BANKGESPRÄCH
Gesellschaft: [Firma GmbH]
Datum des Gesprächs: [TT.MM.JJJJ, HH:MM Uhr]
Ort: [Ort]
Teilnehmer Gesellschaft: [Name GF], [Name CFO]
Teilnehmer Bank: [Funktion, fiktiver Name]
Erstellt am: [TT.MM.JJJJ] (innerhalb 24 Stunden nach Gespräch)
GESPRÄCHSINHALT:
1. [Thema und Ergebnis]
2. [Thema und Ergebnis]
3. Covenant-Status: [besprochen / nicht besprochen]
4. Kreditzusagen: [gemacht / nicht gemacht / widerrufen]
KRITISCHE AUSSAGEN DER BANK:
[wörtliche oder sinngemäße Zitate mit Einschätzung der Relevanz]
NÄCHSTE SCHRITTE:
Gesellschaft: [Maßnahme, Frist]
Bank: [Maßnahme, Frist]
Nächster Termin: [Datum]
Erstellt von: ___________________ Datum: ___________
Protokoll nachträglich erstellt — nachträgliche Erstellung von Protokollen ist im Haftungsfall erkennbar und kann als Beweisvereitelung gewertet werden. Protokolle gehören zeitnah (am selben oder nächsten Tag) erstellt.
Nur der informierte GF protokolliert, andere nicht — alle GF müssen unterschreiben, sonst ist die Gesamtverantwortung der GF-Mehrheit nicht dokumentiert.
Bankkorrespondenz nicht gesichert — gerade Kreditgespräche, in denen die Bank kritische Signale sendet, müssen im Gedächtnisprotokoll festgehalten werden. Ohne Eigenprotokoll hat die Bank im Zweifel die bessere Dokumentation.
Protokolle ohne Datum und Uhrzeit — Zeitpunktnachweis ist entscheidend, insb. für die Drei-Wochen-Frist des § 15a InsO.
Digitale Dokumente ohne Audit-Trail — bei rein digitaler Protokollierung muss sichergestellt sein, dass keine nachträgliche Änderung ohne Spur möglich ist (Hash-Funktionen, unveränderliche Cloud-Ablage).
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
npx claudepluginhub wizardoftryout/claude-fuer-deutsches-recht --plugin krisenfrueherkennung-starugGuides collaborative design exploration before implementation: explores context, asks clarifying questions, proposes approaches, and writes a design doc for user approval.
Creates structured, bite-sized implementation plans from specs or requirements before writing code. Useful for breaking down multi-step tasks into testable steps with file structure and task boundaries.
Implements work from a spec or tickets using TDD at agreed seams, with regular typechecking and test runs, followed by code review.