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Prüft Vertraulichkeitsschutz in Prozessrecht: Vorlagepflicht, Verschwiegenheit und Fristen. Liefert Risikoampel und ordnet geschützte/ungeschützte Dokumente vor.
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Anwaltsgeheimnis und Verschwiegenheitspflicht bei Weitergabe von Mandatsinformationen prüfen. Normen: Paragraf 43a BRAO, Paragraf 203 StGB, Paragraf 102 ZPO. Prüfraster: Offenbarungsbefugnis, Zeugnisverweigerungsrecht, strafrechtliche Grenzen. Output: Prüfergebnis Anwaltsgeheimnis mit Handlungsempfehlung. Abgrenzung: nicht Datenschutz-Compliance DSGVO. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungsl...
Anwaltsgeheimnis und Verschwiegenheitspflicht bei Weitergabe von Mandatsinformationen prüfen. Normen: Paragraf 43a BRAO, Paragraf 203 StGB, Paragraf 102 ZPO. Prüfraster: Offenbarungsbefugnis, Zeugnisverweigerungsrecht, strafrechtliche Grenzen. Output: Prüfergebnis Anwaltsgeheimnis mit Handlungsempfehlung. Abgrenzung: nicht Datenschutz-Compliance DSGVO. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.
Ein Dokumentensatz im Prozess hat drei Arten von Einträgen: zweifelsfrei geschützt, zweifelsfrei nicht geschützt und die Fälle, die juristisches Urteilsvermögen erfordern. Dieser Skill sortiert die ersten beiden Kategorien, damit die Anwaltszeit vollständig für die dritte zur Verfügung steht.
Dies ist eine Erstprüfung. Der Anwalt prüft jeden markierten Eintrag. Keine Ausnahmen.
Hinweis: Ein direktes Pendant zum US-amerikanischen "privilege log" gibt es im deutschen Recht nicht. Dieser Skill deckt die deutschen Rechtsinstitute ab, die vergleichbare Schutzfunktionen erfüllen: Vorlagepflicht nach Paragraf 142 ZPO, Beschlagnahmeschutz nach Paragraf 97 StPO, Zeugnisverweigerungsrecht nach Paragraf 53 StPO und die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht nach Paragraf 43a Abs. 2 BRAO, Paragraf 203 StGB.
Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Vor der Dokumentenprüfung: Welches Verfahrensrecht gilt?
Quellenattribuierung: Jeden Regelhinweis und jede Entscheidung in der Ausgabe mit Herkunftsnachweis versehen: [Primärquelle], [Kommentar – prüfen], [Trainingsdaten – prüfen]. Quellen mit Prüfvermerk tragen höheres Fehlerrisiko und sollten zuerst verifiziert werden.
Hat der Dokumentensatz die erforderlichen Angaben?
| Feld | Vorhanden? |
|---|---|
| Datum | |
| Verfasser/Urheber | |
| Empfänger (An, CC, BCC) | |
| Dokumentenart | |
| Behaupteter Schutztatbestand (Mandatsgeheimnis / Beschlagnahmeverbot / Zeugnisverweigerung) | |
| Beschreibung (ausreichend zur Beurteilung ohne Offenbarung des Geschützten) |
Fehlende Felder → vor der inhaltlichen Prüfung zur Ergänzung markieren.
Für jeden Eintrag:
Eintrag [N] ([Aktenzeichen/Belegnummer]): [✅ Geschützt | ✅ Geschützt + ⚠️ Markiert | ❌ Nicht geschützt (Bewertung)]
[Bei ✅ (ohne Markierung): einzeilige Begründung mit Norm]
[Bei ✅ + ⚠️: Schutz behalten; konkrete Frage, die der Anwalt beantworten muss; Argumente pro und contra]
[Bei ❌: einzeilige Begründung — Schutz bleibt im Register, bis der Anwalt ihn entfernt]
Dreistufenregel: Der Skill entscheidet nie stillschweigend eine subjektive Schwellenwertfrage. Bei jeder unsicheren Entscheidung — Mandatsgeheimnis oder rein kaufmännischer Zweck, Beschlagnahmeschutz grenzwertig, gemischter Inhalt, Beteiligung Dritter — wird die Schutzklassifizierung beibehalten und eine ⚠️-Markierung gesetzt. Zu wenig als geschützt zu kennzeichnen öffnet die Tür zu Beweismittelverlust (einbahnige Tür); zu viel als geschützt zu kennzeichnen ist vom Anwalt korrigierbar (zweiseitige Tür). Den korrigierbaren Fehler bevorzugen.
Über den gesamten Dokumentensatz:
## Vertraulichkeitsschutz-Erstprüfung: [Mandat] — [Datum]
**Anwendbare Normen:** [Paragraf 142 ZPO / Paragraf 97 StPO / Paragraf 53 StPO / Paragraf 43a BRAO — Pinpoint-Zitate] `[UNSICHER — Aktualität prüfen]`
**Dokumente geprüft:** [N]
**Ergebnis:** [N] ✅ sicher geschützt / [N] ✅+⚠️ Schutz beibehalten & markiert / [N] ❌ Schutzentfernung empfohlen (Anwalt bestätigt)
### ✅ + ⚠️ Markiert — Schutz beibehalten, Anwalt entscheidet
| Eintrag | Belegnummer | Frage | Pro Schutz | Contra Schutz | Zu klärende Entscheidung |
|---|---|---|---|---|---|
| [N] | [Bereich] | [Was subjektiv ist] | [eine Zeile] | [eine Zeile] | [konkrete zu treffende Entscheidung] |
### ❌ Schutzentfernung empfohlen (Anwalt bestätigt vor Streichung)
| Eintrag | Belegnummer | Begründung |
|---|---|---|
*Vermerkt, nicht vollzogen. Der Skill entfernt keine Schutzklassifizierungen aus dem Register — das tut der Anwalt nach Prüfung.*
### ✅ Geschützt (kein Handlungsbedarf)
[Anzahl. Liste auf Anfrage abrufbar.]
### Musterbeobachtungen
[Wiederkehrende Fragen, Überklassifizierung, Beschreibungsprobleme]
### Markierungsdisziplin
- `[PRÜFEN: Sachaussage über Dokument/Verfasser/Datum]`
- `[UNSICHER: Grenzfall Schutztatbestand / Beschlagnahme / Reichweite]`
- `[BELEG FEHLT: Norm, lokale Variante oder Entscheidung als Stütze]`
---
**Anwalt muss alle ⚠️- und ❌-Einträge vor jeder Maßnahme prüfen.**
**Schutzwürdigkeit des Ausgabedokuments:** Diese Prüfung liest per definitionem schutzkandidaten-fähige Unterlagen. Das Ausgabedokument erbt diesen Status — es ist mit dem Mandatsmaterial zu verwahren, entsprechend zu kennzeichnen und nicht außerhalb des Vertrauenskreises zu verbreiten. Eine Weitergabe kann selbst den Schutz aushöhlen.
Sachverhalt: Anordnung nach Paragraf 142 ZPO; Gericht verlangt Vorlage aller E-Mails zwischen der Partei und ihrem Rechtsanwalt zu einer Schadensersatzforderung.
Erstprüfungsergebnis:
Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
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First indexed Jul 16, 2026
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Wenn es um Verschwiegenheit und Geheimnisschutz in Berufsrecht Anwälte geht: ordnet Akteninhalt, Belege, Lücken und Nachforderungen; liefert ein direkt nutzbares Arbeitsprodukt mit Prüfpunkten, Risiken und nächstem Schritt.