From gewerblicher-rechtsschutz
Prüft Open-Source-Lizenz-Compliance: analysiert Abhängigkeiten, Einsatzmodell und rechtliche Pflichten (UrhG, Copyleft). Liefert Fristen- und Risikoampel mit Sofortmaßnahmen.
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- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
package.json, requirements.txt, go.mod, Gemfile, Cargo.toml, pom.xml, SBOM nach SPDX / CycloneDX, Lockfile)Aus dem Übergabematerial ableiten oder fragen:
Das Einsatzmodell bestimmt, welche Copyleft-Pflichten ausgelöst werden:
| Einsatzmodell | Wesentliche Lizenzen |
|---|---|
| SaaS | AGPL-3.0 (Netzwerktrigger), Attribution bei Permissive in der UI, SSPL/BUSL/Elastic bei konkurrierendem Dienst |
| Distribuiertes Programm | GPL-2.0, GPL-3.0, LGPL, MPL, EPL (alle greifen bei Distribution); Permissive Attribution |
| Nur intern | Kein Copyleft-Auslöser bei interner Nutzung ohne Distribution. AGPL greift dennoch, wenn externe Nutzer über Netz zugreifen. Permissive Attribution gute Praxis. |
| Embedded / Firmware | GPL besonders schwer erfüllbar (Quellcodeoffenlegung + reproduzierbarer Build + Installationsinfo); vor Auslieferung planen |
Einsatzmodell im Ausgabevermerk kennzeichnen.
Nicht nur Metadaten lesen — tatsächlichen Lizenztext prüfen. LICENSE-Dateien können falsch sein; Package-Metadaten können veraltet sein.
Klassifikation:
| Kategorie | Beispiele | Wesentliche Pflichten |
|---|---|---|
| Permissiv | MIT, BSD-2-Clause, BSD-3-Clause, Apache-2.0, ISC | Attribution, Lizenztextbeibehaltung; Apache-2.0 ergänzend Patentlizenz + NOTICE-Pflicht |
| Schwaches Copyleft | LGPL-2.1, LGPL-3.0, MPL-2.0, EPL-1.0, EPL-2.0, CDDL | Datei- oder bibliotheksweite Quellcodeoffenlegung; Verlinkungsregeln variieren |
| Starkes Copyleft | GPL-2.0, GPL-3.0, AGPL-3.0, OSL, EUPL (je nach Version) | Breite Quellcodeoffenlegung; AGPL erstreckt sich auf Netzwerknutzung |
| Public Domain / Widmung | CC0, Unlicense, WTFPL | Keine Pflichten; aber: Public-Domain-Widmung nicht in allen Rechtsordnungen anerkannt (in Deutschland fraglich, §§ 29, 64 UrhG) |
| Nicht-OSI Source-Available | SSPL, BUSL, Commons Clause, Elastic License, Fair Source | Kein Open Source — schränken kommerzielle oder konkurrierende Nutzung ein; Lizenztext lesen |
| Unbekannt / Proprietär | Vendor-spezifisch, fehlendes Lizenz-File, Widerspruch File vs. Headers | Stopp — nicht als Permissiv behandeln |
Besonders kennzeichnen:
Für jedes klassifizierte Paket:
### [Paket@Version] — [Lizenz]
**Klassifikation:** [Permissiv / Schwaches Copyleft / Starkes Copyleft / Public Domain / Nicht-OSI / Unbekannt]
**Pflichten für unser Einsatzmodell ([SaaS / Distribuiert / Intern / Embedded]):**
- [ ] [Konkrete Pflicht — z. B. "Attribution in NOTICES-Datei, die mit der App ausgeliefert wird"]
- [ ] [z. B. "Bei Modifikation und Distribution: Quellcode der Änderungen veröffentlichen"]
- [ ] [z. B. "AGPL-Netzwerktrigger — wenn Nutzer über Netz auf unsere modifizierte Version zugreifen, Quellcode anbieten"]
**Risiko:** 🔴 Kritisch | 🟠 Hoch | 🟡 Mittel | 🟢 Niedrig
**Empfehlung:** [Pflichten erfüllen | Ersetzen durch [Alternative] | Entfernen | Anwaltliche Prüfung vor Auslieferung | Kommerzielle Lizenz bei [Anbieter] beschaffen]
Verlinkungsbeziehung bestimmt den Schweregrad:
Schweregrad-Kalibrierung:
| Stufe | Bedeutung |
|---|---|
| 🔴 Kritisch | Starkes Copyleft in einem Einsatzmodell, das es auslöst (GPL in distribuiertem Binary, AGPL in SaaS). Nicht-OSI-Lizenz, die dem Geschäftsmodell widerspricht (z. B. SSPL bei gebautem verwaltetem Dienst). Lizenz nicht bestimmbar bei tragender Abhängigkeit. |
| 🟠 Hoch | Schwaches Copyleft mit Pflichten, die noch nicht eingerichtet sind (Dateilevel-Disclosure, NOTICE-Anforderungen). Dual-lizenziert mit unklarer Lizenzwahl. Lizenzdatei widerspricht File-Headern. |
| 🟡 Mittel | Permissiv mit noch nicht umgesetzten Attributionspflichten (fehlende NOTICES-Datei). Transitive Copyleft-Abhängigkeit, die je nach Einbindung greifen kann oder nicht. |
| 🟢 Niedrig | Permissiv mit bereits erfüllten Pflichten. Copyleft in einem Einsatzmodell, das es nicht auslöst (GPL-Bibliothek nur intern, keine Distribution). |
[ARBEITSERGEBNIS-KOPFZEILE]
### OSS-Lizenz-Prüfung: [Projekt / Abhängigkeitsliste / Paket]
**Geprüft:** [Datum]
**Umfang:** [Abhängigkeitsliste / Einzelbibliothek / Ausgehender Code]
**Einsatzmodell:** [SaaS / Distribuiert / Intern / Embedded]
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## Ergebnis
[Zwei Sätze. Kann ausgeliefert werden? Was muss zuerst passieren?]
**Geprüfte Pakete:** [N]
**Nach Klassifikation:** [N permissiv, N schwaches Copyleft, N starkes Copyleft, N Public Domain, N Nicht-OSI, N unbekannt]
**Befunde:** [N]🔴 [N]🟠 [N]🟡 [N]🟢
**Genehmigung erforderlich von:** [Name, gemäß Mandatsprofil]
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## Kritische Anfangshinweise
[Unbekannte Lizenzen, Lizenz-Konflikte, Nicht-OSI als OSS getarnt, inkompatible Kombinationen]
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## Nach Paket
[Blöcke aus Schritt 4, nach Schweregrad gruppiert]
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## Rechtsordnungshinweis
OSS-Lizenz-Durchsetzbarkeit variiert: Der AGPL-Netzwerkauslöser ist in Deutschland grundsätzlich durchsetzbar (vgl. LG München I); Public-Domain-Widmungen sind im deutschen Recht problematisch (§§ 29, 64 UrhG — kein vollständiger Rechteentzug möglich, nur schuldrechtliche Abreden). Anwendbares Recht für Downstream-Distribution (z. B. bei Kunden in anderen Jurisdiktionen) und Mandatsprofil-Flaggen beachten.
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## Ausgehende Prüfung (soweit einschlägig)
[Aus Schritt 6]
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## Weiterleitungshinweise
[Wer genehmigt; was löst automatische Eskalation aus]
Eingabe: requirements.txt eines Python-SaaS-Projekts enthält flask-login (MIT), celery (BSD-3-Clause), cryptography (Apache-2.0/BSD), mysqlclient (GPL-2.0).
Befund (Auszug):
[email protected] — GPL-2.0
Klassifikation: Starkes Copyleft
Pflichten für unser Einsatzmodell (SaaS):
- Kein Distributions-Auslöser bei reiner SaaS-Nutzung — Quellcodeoffenlegungspflicht der GPL trifft grundsätzlich auf physische Distribution
- AGPL-Auslöser gilt nicht für GPL-2.0 — jedoch: falls künftig Binary ausgeliefert wird, entsteht Pflicht
- Kommerziell: MySQL Connector/Python (proprietäre Lizenz) oder
PyMySQL(MIT) als Alternative prüfenRisiko: 🟡 Mittel (SaaS ohne Distribution) / 🔴 Kritisch (bei künftiger Binary-Distribution)
Empfehlung: Ersetzen durch
PyMySQL(MIT) zur Risikominimierung; alternativ anwaltliche Prüfung ob SaaS-Einsatz tatsächlich GPL-frei bleibt.
Alle Klassifikationen und Pflichtaussagen müssen belegbar sein:
[Lizenztext gelesen — [Quelle]] kennzeichnen[Modellwissen — verifizieren] kennzeichnen.Bevor die Lizenz-Compliance-Analyse beginnt, klaere:
Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
npx claudepluginhub klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --plugin gewerblicher-rechtsschutzChecks dependency lists, SBOMs, or outbound code for copyleft obligations and license compatibility. Classifies packages by license family, flags unknown/non-OSI licenses, and recommends actions (comply, replace, remove, seek legal review).
Wenn es um Open-Source-Software Compliance Audit für GPL LGPL MIT BSD Apache Copyleft und SBOM in Fachanwalt It Recht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.
Wenn es um US Open Source Enforcement in Softwarerecht Deutschland/EU/International/USA geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.