From corporate-kanzlei
Wenn es um Agio und Kapitalerhöhungsstruktur in der Corporate-Praxis in Corporate-Kanzlei geht: erstellt den passenden Entwurf aus Sachverhalt, Norm, Beweis und Antrag; liefert einen verwertbaren Entwurf mit Anträgen, Begründung und Anlagenlogik. Auswahlstichwort: Agio Und Kapitalerhoehungsstruktur; Arbeitsfeld: Corporate-Kanzlei.
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- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
Agio und Kapitalerhöhungsstruktur in der Corporate-Praxis und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.Vor dem ersten Term-Sheet-Markup klären:
| Komponente | Typische Größenordnung |
|---|---|
| Stammkapital vor Runde | EUR 25.000 bis 50.000 |
| Investitionsvolumen | EUR 3 bis 20 Mio |
| Nennbetrag je neuem Geschäftsanteil | EUR 1,00 |
| Anzahl neuer Geschäftsanteile | 5.000 bis 30.000 |
| Ausgabebetrag je Anteil | abhängig von Pre-Money und Cap Table |
| Agio je Anteil | Ausgabebetrag minus EUR 1,00 |
| Agio-Anteil an Investition | typisch 99 bis 99,9 Prozent |
| Stammkapital nach Runde | EUR 35.000 bis 75.000 |
Das ist nicht atypisch sondern Standard. Wer mit einem Lead Investor verhandelt der das Agio vermeiden will hat in den meisten Fällen einen Atypiker am Tisch oder einen Investor der die deutsche GmbH-Struktur nicht versteht.
| US-Begriff | Deutsche Entsprechung | Häufige Fehler |
|---|---|---|
| Original Purchase Price (OPP) | Ausgabebetrag je Geschäftsanteil | wird mit Kaufpreis übersetzt — falsch |
| Original Issue Price (OIP) | Ausgabebetrag je Geschäftsanteil | wie OPP |
| Par Value | Nennbetrag § 5 Abs. 2 GmbHG | wird mit Nennwert übersetzt — akzeptabel aber nicht juristisch präzise |
| Additional Paid-In Capital (APIC) | Kapitalrücklage § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | wörtlich Zusätzliches eingezahltes Kapital — falsche Bilanzposition |
| Premium over par | Agio Aufgeld | wird mit Aufpreis übersetzt — umgangssprachlich nicht falsch aber unpräzise |
| Stated Capital | Gezeichnetes Kapital Stammkapital | manchmal mit Grundkapital verwechselt (das ist AG-Begriff § 6 AktG) |
| Issued Shares | Ausgegebene Geschäftsanteile | bei der GmbH gibt es keine Shares im US-Sinne |
| Outstanding Shares | Ausgegebene und nicht eingezogene Geschäftsanteile | dasselbe wie Issued Shares minus Treasury Shares (in DE selten relevant) |
| Authorized Capital | Genehmigtes Kapital — bei der AG § 202 AktG, bei der GmbH seit MoMiG ausdrücklich § 55a GmbHG (für VC-Runden zunehmend genutzt; eigener Skill gesellschaftsgruender-genehmigtes-kapital im Repo) | gelegentlich mit Stammkapital verwechselt; früher verbreiteter Irrtum, GmbH kenne kein genehmigtes Kapital |
| Pre-Money Valuation | Pre-Money-Bewertung Vor-Investitionsbewertung | unkritisch |
| Post-Money Valuation | Post-Money-Bewertung | unkritisch |
| Liquidation Preference 1x OPP | Einfache Liquidationspräferenz auf den Ausgabebetrag | wird oft als 1x Nennbetrag interpretiert — katastrophal für den Investor |
| Anti-Dilution Adjustment | Anti-Dilution-Anpassung des Ausgabebetrags | wird oft als Anpassung der Nennbeträge missverstanden — § 5 Abs. 2 GmbHG verbietet das |
| Conversion Price | Wandlungspreis | unkritisch |
| Conversion Ratio | Wandlungsverhältnis | unkritisch |
Die Versuchung des unerfahrenen Berators ist groß, das Stammkapital möglichst hoch anzusetzen — etwa weil der Investor mehr Stammkapital als ehrenhafter ansieht. Das ist ein Fehler:
Praxismuster: Nennbetrag je Anteil bei EUR 1,00 belassen Stammkapital nur um Anzahl der neuen Anteile erhöhen — der Rest als Agio in die Kapitalrücklage.
| Anwendungsfall | Empfehlung |
|---|---|
| VC-Runde mit Lead Investor | Echtes Agio |
| Bridge-Finanzierung durch Altgesellschafter | Echtes Agio einfacher zu erklären |
| Convertible-Wandlung | Echtes Agio (Wandlungspreis als Ausgabebetrag) |
| Quersubventionierung zwischen Gesellschaftern | Unechtes Agio (schuldrechtliche Nebenabrede) |
| Holding-Strukturierung § 21 UmwStG | Echtes Sachagio zwingend für Buchwertfortführung |
| Mitarbeiterbeteiligung (ESOP) | Hängt vom Modell ab — bei echter Anteilsausgabe echtes Agio bei virtueller Beteiligung kein Agio |
Standardmuster: Fälligkeit bei Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister. Damit greift Fall 1 — keine Aufnahme des Agios in den Satzungstext erforderlich Kapitalerhöhungsbeschluss und Übernahmeerklärung genügen.
Abweichende Konstellationen bei denen Fall 2 (Aufnahme in Satzungstext) angezeigt ist:
Bei Fall 2 unbedingt in den neuen § 3a oder § 4 der Satzung aufnehmen sonst Eintragungshindernis und doppelter Notartermin.
Standard: Ausgabebetrag (Nennbetrag plus Agio). Eine Liquidation Preference 1x Nennbetrag wäre für den Investor wirtschaftlich katastrophal — bei einem 99 Prozent Agio bleiben dem Investor 1 Prozent seiner Investition als Vorrecht. Das ist kein Markt.
Wenn der Anti-Dilution-Mechanismus den Conversion Price (deutsch: Wandlungspreis) anpasst muss die Liquidation Preference darauf reagieren. Häufig anzutreffen: Weighted Average broad-based oder narrow-based oder Full Ratchet. Bei der GmbH wird das technisch über Anpassung des wirtschaftlichen Bezugswertes umgesetzt nicht über Anpassung des Nennbetrags (§ 5 Abs. 2 GmbHG verbietet Nennbeträge unter EUR 1).
In Series-B-Runden stellt sich die Frage ob die Series-B-Liquidation-Preference pari passu mit Series A oder senior dazu ist. Pari passu ist Markt für Bestandsinvestoren senior typisch für Lead-getriebene B-Runden. Die Satzung muss das eindeutig formulieren — andernfalls Auslegungsstreit.
Bei Down-Rounds (Pre-Money unter letztem Post-Money) ist ein Bezugsrechtsausschluss zugunsten des Lead Investors oft notwendig. Sachliche Rechtfertigung nach Kali+Salz-Grundsatz (BGHZ 71, 40) erforderlich. Das Agio in der Down-Round ist niedriger als in der Vorrunde oder Null — ein negatives Agio ist rechtlich ausgeschlossen, weil eine Ausgabe unter pari (Ausgabebetrag unter Nennbetrag) gegen § 9 Abs. 1 GmbHG / § 5 Abs. 2 GmbHG verstößt (Verbot der Unter-pari-Emission). Wirtschaftlich erreicht man die Verwässerung in einer Down-Round durch (i) sehr niedriges oder Null-Agio bei gleichem Nennbetrag, (ii) Ausgabe einer größeren Stückzahl neuer Geschäftsanteile zum reduzierten Preis je Anteil oder (iii) flankierende Instrumente (Wandeldarlehen, Anti-Dilution-Anpassung der bestehenden Series). Wer einem Mandanten ein negatives Agio vorschlägt, beschließt eine nichtige Kapitalerhöhung.
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Kein Term-Sheet-Markup geht an den Investor Counsel bevor der Senior das Agio-Konzept abgezeichnet hat. Bei Holding-Strukturierung und qualifiziertem Anteilstausch ist ein gemeinsamer Termin mit Steuerberater Notar und Investor Counsel obligatorisch — die Schnittstellen zwischen Gesellschaftsrecht Steuerrecht Bilanzrecht und Notariat sind hier eng und fehleranfällig.
npx claudepluginhub klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --plugin corporate-kanzleiGuides collaborative design exploration before implementation: explores context, asks clarifying questions, proposes approaches, and writes a design doc for user approval.
Creates structured, bite-sized implementation plans from specs or requirements before writing code. Useful for breaking down multi-step tasks into testable steps with file structure and task boundaries.
Synthesizes the current conversation into a structured spec (PRD) and publishes it to the project issue tracker with a ready-for-agent label, without interviewing the user.
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First indexed Jul 15, 2026